es gibt immer eine Exit-Strategie

In der Ausbildung

 

Kaum eine Entscheidung, die wir im Leben treffen, ist in Stein gemeißelt. Auch die Berufswahl nicht. Wenn sich während der Ausbildung herausstellt, dass der Beruf nicht der richtige ist, denken viele an einen Abbruch.

 

Die Gründe für einen Ausbildungsabbruch können vielseitig sein – die Kündigung kann von beiden Seiten ausgehen. Der Betrieb geht pleite, es gibt Streit oder die Ausbildung ist so gar nicht das, was Du Dir vorgestellt hast. Neben dem Wollen scheitert es manchmal auch am Können – wenn die Leistung in der Berufsschule oder auch am Arbeitsplatz nicht ausreicht, zieht vielleicht einer der Beteiligten einen Schlussstrich. In jedem Fall sollte ein Abbruch niemals eine Kurzschlussreaktion sein. Denn sowohl der Betrieb als auch der Azubi haben vorher ja einiges investiert, um zueinander zu finden. Und beide haben einen Ruf zu verlieren. Nach einem kleinen Streit das Handtuch zu werfen, sollte nie die erste Lösung sein. Wenn Du während der Ausbildung Probleme hast, ist es in jedem Fall besser, zunächst das Gespräch zu suchen. Erster Ansprechpartner ist der Ausbilder. Wenn Du mit diesem nicht klarkommst, kannst Du Dich an die Personalabteilung, den Betriebsrat oder den Chef wenden. Auch von externer Seite gibt es Schützenhilfe – so bieten viele Kammern, wie die IHK oder die Handwerkskammern oder auch die Agentur für Arbeit Beratung und Hilfestellung an. Wenn ein Abbruch unvermeidlich ist, solltest Du sofort handeln.

 

Neue Kraft tanken, neue Ziele setzen

Der erste Schritt ist, dass Du Dich arbeitslos meldest. Der Berater bei der Agentur für Arbeit macht dann Vorschläge, wie es weitergehen kann. Auch er wird Dir sagen: Heikel ist eine Kündigung während der Ausbildung immer. Die betrieblichen Ausbildungen sind bereits angelaufen oder schon in vollem Gange, der Großteil der Ausbildungsplätze ist besetzt. Der Abbrecher muss sich schnell entscheiden, wie es weitergehen soll: eine neue Ausbildung in einem neuen Betrieb, der direkte Weg in den Arbeitsmarkt als ungelernte Kraft, vielleicht auch zur Überbrückung bis zum folgenden Ausbildungsjahr, oder eine schulische Ausbildung. Egal, wofür Du Dich entscheidest: Der Abbruch wird zunächst wie ein Damoklesschwert über Dir schweben. Personaler deuten ihn im Lebenslauf oft als Zeichen für mangelndes Durchhaltevermögen und fehlende Belastbarkeit. Doch wie heißt es so schön: Was uns nicht umbringt, macht uns stark!

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