Klare Ansage, Alter!

Die Bewerbung

 

 

Wenig Erfahrung mit Bewerbungen? Wer sich unsicher ist, sollte auf keinen Fall zu den üblichen Floskeln greifen. Besser: Ein individuelles Anschreiben, das Deine Persönlichkeit zeigt – denn was heißt schon „breit gefächert“?

 

Persönlichkeit muss sein

Auf dem Computerbildschirm nichts als eine leere Seite, die unbedingt mit einem sehr guten  Anschreiben gefüllt werden muss, damit es mit dem Traumjob klappt. Wer jetzt zu den typischen Floskeln greift, hat eigentlich schon verloren. Also sollte man auf Formulierungen wie: „ich arbeite gerne mit Menschen“, „ich arbeite gerne selbstständig“, „ich bin motiviert“, „breit gefächerte Interessen“, „ergebnisorientiert“ und viele andere verzichten und sich durch persönliche und konkrete Aussagen abheben. Das macht die eigene Bewerbung interessanter und gibt genau den persönlichen Touch, den die Personalabteilung sucht. Wer sich für einen Job bewirbt, bei dem man viel mit Menschen zu tun hat, der kann mit Beispielen oder Hobbys arbeiten. Wer etwa neben der Schule als Verkäufer oder Bedienung gejobbt oder Kinder und Jugendliche betreut hat, kann das entsprechend formulieren – die Schlussfolgerung ziehen die Personaler dann schon selbst. Vor allem ehrenamtliche Arbeit, aber auch gute Noten oder Arbeitsgemeinschaften können als Beispiele für persönliche Motivation und besonderes Engagement dienen, ohne abgedroschene Floskeln zu benötigen.

 

Ehrlich und höflich

Wer die erste Bewerbungshürde geschafft hat, bekommt die Chance zu einem persönlichen Gespräch. Auch hier sollte man sich nicht hinter Floskeln verstecken, sondern mit guten Argumenten und Persönlichkeit überzeugen. Zu den beliebten Personaler-Fragen gehört die nach dem Grund, sich genau bei diesem Unternehmen und für die spezielle Stelle zu bewerben. Bewerber sollten hier weder übertreiben und aus einem kleinen Handwerksbetrieb eine Weltfirma machen noch eine Antwort schuldig bleiben und gar nicht wissen, was das Unternehmen überhaupt macht. Hier ist eine  ehrliche, aber höfliche Antwort gefragt.

 

Stärken und Schwächen

Auch auf die Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen sollte Dir etwas Besseres als die abgedroschenen Aussagen „zu viel Ehrgeiz“ und „manchmal bin ich ungeduldig“ einfallen. Bitte doch mal Deine Eltern oder Deine Freunde, Dir ehrlich zu sagen, was sie an Dir mögen und wofür sie Dich manchmal am liebsten erwürgen würden. Dann überlegt gemeinsam, welche dieser Stärken und welche Schwächen für das Berufsleben relevant sein könnten. Versuche, auch Deine Schwächen sympathisch zu verkaufen – dann ist Dir der Job sicher!