Von Spinnenbissen und Kryptonit

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Peter Parker wird durch einen Spinnenbiss zum Superhelden. Superman ist schon so geboren, aber Kryptonit lässt seine Kräfte schwinden. 

 

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Entdecke Dich selbst

Wer weiß, wo seine Stärken und Schwächen liegen, tut sich bei der Berufswahl leichter. Um bei Spider-Man und Superman zu bleiben: Peter Parker wusste anfangs gar nicht, was der Spinnenbiss mit ihm gemacht hat. Auf gut Deutsch: Er hatte Stärken wie die Fähigkeit, Wände hochzuklettern oder Spinnenfäden aus seinem Arm zu schießen. Aber er hatte keine Ahnung, was da für Kräfte in ihm schlummerten, was er so alles konnte. Herausgefunden hat er das durch Ausprobieren. Genauso ist es mit Dir: Vielleicht weißt Du ja gar nicht, welche unbekannten Fähigkeiten in Dir schlummern. Probiere einfach verschiedene Dinge aus, und Du wirst ungeahnte  Dinge entdecken. Dabei darfst Du ruhig einmal neue Wege beschreiten – probiere doch mal ein Musikinstrument aus, geh klettern oder schreib ein Gedicht. Wichtig ist oft auch nicht das Ergebnis, sondern der Weg dahin. Prüfe, ob Dir Spaß macht, was Du tust. Wenn ja, kannst Du versuchen, Deine Fähigkeiten darin auszubauen. Wenn Du Spaß hast und erfolgreich bist, dann ist das eine echte Stärke. Das heißt aber nicht, dass jeder, der ein Instrument gut spielt, auch Berufsmusiker werden muss. Manche Dinge bleiben uns als Hobbys, als Ausgleich zum Job, erhalten. Doch auf manchen Dingen kann man aufbauen.

Ein weiteres Beispiel aus der Welt des Fußballs: Millionen Menschen mögen Fußball. Viele Tausend Menschen in Deutschland spielen selber. Nur ein paar Hundert haben das Talent, Fußball zu ihrem Beruf zu machen. Doch rund um den Fußball gibt es noch weitere Berufe: Trainer, Manager, Therapeut, Zeugwart, Busfahrer …

 

Feedback von anderen

Kommen wir zum Kryptonit, zu Deinen Schwächen also. Wenn Du körperlich nicht so fit bist, solltest Du vielleicht nicht unbedingt Fitnesstrainer werden. Wenn Du morgens nicht aus den Federn kommst, solltest Du besser nicht Bäcker werden. Und wenn Mathe so gar nicht Dein Fall ist, wirst Du wahrscheinlich nie im Leben Mathelehrer werden.

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Und wie findest Du nun raus, was das für Dich persönlich heißt? Nun, zuerst einmal musst Du Dich selbst beobachten, in Dich hineinhorchen, welche Dinge Dir Spaß machen und welche nicht. Dann musst Du herausfinden, ob Du in den Dingen, die Dir Spaß machen, auch gut bist. Miss Dich mit anderen, bitte Deine Eltern und Freunde um Feedback. Wenn eine Sache Dir Spaß macht und Du gut darin bist, dann ist es eine Stärke. Überlege – gemeinsam mit Familie, Freunden, Lehrern und auch Berufsberatern –, welcher Beruf zu Dir passen könnte. Und dann probier es aus!